Wildwasserkurs für Wanderpaddler 2011

b_200_200_16777215_0___images_stories_img_3548.jpgVom 20. bis zum 22. Mai 2011 fand unter der Leitung von Karl Hermann Rudolph und Guido Bauer ein vereinsinterner Wildwasserkurs für Wanderpaddler statt. Die neun Teilnehmer lernten neben den verschiedenen Bootstypen und Paddeln auch einige Sicherheitsvorkehrungen kennen. Auf dem Wasser wurden am Freitag zunächst die Grundschläge zum Beschleunigen und Steuern der Kajaks geübt. Am Samstag stand die Bewältigung bewegten Wassers auf dem Programm. Wir befuhren die Ruhr vom Hattinger Wehr bis „Zum Deutschen“ und lernten dabei jedes Kehrwasser persönlich kennen. Große Anteile des Kursinhalts wurden dem Retten und Bergen eines gekenterten Kajakfahrers samt Ausrüstung und dem gesundheitsorientierten Ausleeren der Boote gewidmet. Aber auch das richtige Kanten beim Ein- und Ausfahren in und aus der Strömung wurden intensiv geübt. Der sportliche Höhepunkt des Tages war natürlich die „Seilfähre“ beim Kreuzen des Hattinger Schwalls. Das Erkennen der verschiedenen Strömungen, Strudel, Wirbel und Kehrwassergrenzen und das situativ richtige Anwenden der Paddeltechniken bildeten einen wesentlichen Lerninhalt. Ausreichend Bier und Grillgut rundeten am Abend die tiefschürfenden Gespräche in Paddlerlatein ab. Am Sonntag ging es frühmorgens zur Erft. Befahren wurde die Strecke vom Kappelener Wehr, wo wir unterhalb des Wehres einsetzten, bis zum Neusser Sporthafen am Rhein. Die Erft bot dabei eine Fülle Gelegenheiten, die erworbenen Fertigkeiten des Wildwasserpaddelns weiter zu vertiefen. Weil der Rhein einen sehr niedrigen Wasserstand hatte, war die Erft mit einer intensiven Strömung, besonders im Mündungsbereich, ausgestattet. Zu der schnellfließenden Strömung kamen als Schwierigkeiten jetzt auch noch Baum- und Strauchhindernisse im Uferbereich dazu. Die Kajaks mussten dabei schnell und sicher bewegt und immer wieder die Richtung korrigiert werden.

Alle Teilnehmer haben diese Schwierigkeiten mit viel Elan und Kampfgeist gemeistert. Nicht zu vermeidende Kenterungen haben jeden sportlich angespornt, wieder und wieder in die Schwälle hinein zu fahren und nochmal sein Können zu testen. Müde aber zufrieden über die eigene Leistung erreichten alle am frühen Sonntagabend wieder das Bootshaus.

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